Wer mit Krankenschwestern arbeitet, braucht keine Feinde mehr…

… das behaupten angehende Ärzte!

Ich bin im Medizinstudentenforum auf eine Diskussion gestoßen, die die mich so richtig wütend gemacht hat. Die Beiträge sind zwar schon einige Jahre alt, aber ich vermute, dass unsere lieben Farmulanten und PJler heute auch keine bessere Meinung über das Krankenpflegepersonal haben.

… *nur Kopf schütteln kann* …

Hier beschreiben Medizinstudenten ihre Erfahrungen mit dem Pflegepersonal. Das zu lesen, macht mich wirklich sehr traurig. Da betüttelt man sie jahrelang, schaut das wie was zu essen und trinken abbekommen, bringt ihnen Benehmen bei („Vorstellen, wenn du neu bist“, „Anklopfen, wenn du ein Pat.zimmer betrittst“, …), erläutert ihnen den Unterschied zwichen einer Redon und Easyflo, erklärt ihnen tausendmal, warum man an eine Arterie keine Infusionen anhängen darf, tröstet sie nach einem verbalen „Einlauf“ des Oberarztes und DANN wird man als zickig, nervig und neidisch bezeichnet.

Ich glaube ich muss mein Verhalten den Möchtegern-Medizinern gegenüber in der Zukunft einwenig ändern, werde mein Helfersyndrom und meine Muttergefühle abbauen, denn wer möchte schon solch rotzfreche und unverschämte „Kinder“ haben!? Ich nicht!

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15 Gedanken zu „Wer mit Krankenschwestern arbeitet, braucht keine Feinde mehr…“

  1. Kann man da was anderes erwarten? NEIN! ABER, es gibt sie noch, die WIRKLICH netten DR´s! Ich weiß nur noch nicht wo und wie ich sie finden kann… Grüßle

  2. 1. Wir sind alle nicht immer nur gut gelaunt, sondern auch Menschen.
    2. Mediziner werden im Studium durch praxisferne Studien-inhalte (die sich nun mal einbläuen müssen, sonst bestehen sie ihre Examen nicht) völlig anders geprägt als PflegerInnen.
    3. Das Studium war zumindest bis vor kurzem ein sehr langer und harter Weg, der durch Stellenmangel, grundsätzlich unbezahlte Überstunden (auch heute noch) und herablassende Behandlung von allen Seiten belohnt wurde.
    4.Es wimmelt in diesem Land von Leuten, die sich stets für die besseren Fußballtrainer, Politiker oder Ärzte halten – solange sie es nur nicht wirklich selbst sein müssen!
    5. Dies schreibt jemand, der von Haus aus eher „zu gut“ erzogen ist. Aber die Beispiele mit dem „nicht anklopfen“ und „Infusionen in die Arterie“ ist eine beleidigende Verallgemeinerung, die Bezeichnung „Möchtegern-Mediziner“ ist arrogant und zeigt durchaus Züge von völlig UNBERECHTIGTEM Neid.- sorry !

  3. Auf was soll ich denn neidisch sein, die Überstunden, Stellenmangel oder die herablassenden Behandlungen von allen Seiten (oh, ihr ARMEN!)? Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Es gibt durchaus auch sehr kompetente und gut erzogene Ärzte, die ganz sicher keine Probleme mit dem Pflegepersonal haben. Warum denn wohl?
    Ich bringe nur Beispiele, die ich leider auch selbst erlebt habe und die mich zur Verzweiflung brachten und wenn ich oder meine Kollegen als Pflegepersonal nicht aufgepasst hätten, wären unter Umständen schon oft Menschenleben gefährdet gewesen. Keiner erwartet, dass ihr nach eurem Studium perfekt sein sollt, aber die Inkompetenz mit Arroganz u. Überheblichkeit zu überspielen macht mich einfach wütend!

  4. Nu muß ich doch glatt auch noch ´n Satz loswerden: „Betroffene Hunde bellen…“ Nur gut, das im Pflegeberuf alle überbezahlt sind, keine unbezahlten Überstunden machen und es auf Station von Pflegekräften nur so wimmelt… Grüßle

  5. jaja die lieben ärzte und krankenschwestern. es is immer ein kreuz.sie lieben und sie hassen sich. doch sind beide aufeinander angewiesen.erst wenn man das begriffenhat dann klappt es. also weiterüben .

  6. Naja,es ist halt so, daß es in jedem Beruf fähig und unfähig gibt. Ich habe schon mit Pflegenden gearbeitet, die ich als Arzt im stillen Kämmerlein langsam und gefühlvoll erwürgt hätte und ebenso habe ich schon Ärzten empfohlen in die Forschung oder ins Ausland zu gehen… Es will ja hier auch keiner alle über einen Kamm scheren, aber nur über die „Guten“ zu reden ist doch langweilig!Die anderen fühlen sich ja eh nie angesprochen, selbst wenn man es ihnen ins Gesicht sagt und ich nenne jetzt keine Namen….

  7. Ich kann gut verstehen, daß der Beitrag Dich traurig macht. Genau so traurig macht mich aber Dein Artikel hier, wenn ich ehrlich bin.

    Du verallgemeinerst viel zu stark.

    Wenn Du aufgrund dieses einen Beitrags (und lies Dir mal der ganzen Thread durch: Fast alle da differenziern in dem Sinne: Es gibt doofe und gute) dein „Verhalten den Möchtegern-Medizinern gegenüber in der Zukunft einwenig ändern“ wirst förderst Du genau das, was Du bemängelst und verfällst genau in das Verhaltensmuster des Autoren des (zu recht) von Dir kritisierten Beitrags.

    Sei doch zu den netten einfach weiterhin nett und ignorier die Blödmänner und -frauen.

    So hab ich es mit dem Personal (aus jedweder Berufsgruppe, Pflege, Ärzte, Transport, Küche, RettA uswusf.), mit dem ich als Studi und nicht als Kollege zu tun hatte auch gehalten.

    Da waren viele bei, bei denen hatte man *automatisch* verloren, wenn man als ‚angehender Arzt‘ in deren Hoheitsbereich tätig werden musste, einfach nur wegen seines Status. Die meisten, die ich kennengelernt habe waren zum Glück anders drauf.

    Was man auch nicht vergessen darf: Da finden nicht primär Begegnungen zwischen Professionen sonder zwischen Menschen statt.

    Ich würde auch mit vielen, mit denen ich gut zusammenarbeiten konnte kein Bier trinken gehen.
    Verlangt ja auch keiner, aber die Arbeit darf nicht drunter leiden.
    DAS unterscheidet die Begegnung von Professionen und „nur“ Menschen.

  8. Ich war/bin immer nett zu allen NEUEN (egal ob Küchenfrau, PJler, Farmulanten, Schüler,…) und nehme sie oft in Schutz vor anderen Kollegen, aber wenn ich dann solche Aussagen lese, kann ich sie nicht einfach so hinnehmen u. so ein Blog ist dafür da um seinen Frust zu äußern, od. nicht?
    Der Artikel richtet sich an alle, die sich täglich daneben benehmen und sich dabei auch noch toll vorkommen. Davon gibt´s übrigens auch unter den Schwestern und Pflegern genügend!

  9. „so ein Blog ist dafür da um seinen Frust zu äußern, od. nicht?“

    Gegenfrage: Wofür ist denn so ein Forum da?

    Macht derjenige, der dort die Pflege kritisiert irgend etwas anders als Du?

    Wenn Du mich fragst: Zumindest darin, aufgrund von Einzelerfahrungen einen komplette Gruppe über einen Kamm zu scheren, stehen Du und der Autor dieses Beitragsm sich in nichts nach.

    Wie gesagt: Genau die Gefühle von unfair abgekanzelt und blöd angemacht werden, die dieser Beitrag bei DocCheck bei Dir auslöst, genau so geht es mir mit diesem speziellen Beitrag von Dir.

    Natürlich hast Du das recht, Dich auszukotzen.
    Dann musst Du Dir aber auch gefallen lassen, mit dem selben Maßstab gemessen zu werden, wie der DC-Forumsautor.
    Der hat dieses Recht nämlich auch.

  10. Ich habe im Gegensatz zu dem DC-Forumsmenschen und Dir [siehe hier: ich vermute, dass unsere lieben Farmulanten und PJler heute auch keine bessere Meinung über das Krankenpflegepersonal haben.]

    an keiner Stelle irgendwo so plump verallgemeinert.

    Das kritisiere ich an beiden Beiträgen.

  11. ach gott, pflasti wird es nie lernen.
    im op kann man übrigens oft beaobachten, wie sich schwestern über pj’ler aufregen, das diese nichtmal sterile handschuhe anziehen können. klar, wenn man das noch nie gemacht hat. aber selber nur das besteck reichen… tis… da stehn ma drüber!
    jeder sollte sich mal an die eigene nase fassen, ganz ehrlich. zu pflasti sag ich eh nix mehr. bye bye

  12. >> klar, wenn man das noch nie gemacht hat

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass man so etwas auch außerhalb des OP’s üben kann

  13. klar kann man das ,muss man aber nicht. is eh nix dabei, das probiert man zweimal und hats drin.

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