Home

Durchmarsch von Onlineapotheken

Montag, 10. August 2009 | Autor:

Den Weg in die klassische Apotheke finden immer weniger Kunden. Der Klick in Onlineapotheken wird dagegen kontinuierlich selbstverständlicher. Schon lange bestellen nicht nur internet-affine junge Menschen ihren Bedarf online, sondern längst auch Senioren.

Das Geschäftsmodell der Onlineapotheken zeichnet sich für den Patienten durch zwei Vorteile aus: günstigerer Preis und kürzerer Weg. Seitdem die Preisbindung für Medikamente, die nicht rezeptpflichtig sind, weggefallen ist, dürfen Apotheken mit Rabattaktionen und niedrigen Preisen für diese Produkte werben. Die Preisgestaltung bleibt der jeweiligen Apotheke überlassen.

Onlineapotheken nutzen diese Liberalisierung des Arzneimittelmarkts und machen ihre Preisgestaltung in den Onlineshops ihrer Internetseiten transparent. Die Kunden erhalten so einen exakten Einblick in das Preisniveau, können Preise von einzelnen Versandapotheken, verschiedene Hersteller und Packungsgrößen von zu Hause aus miteinander vergleichen. Sie treffen die Entscheidung vor dem Computer ohne lästige Verkaufsgespräche und müssen auch nicht um Rabatte feilschen wie auf dem Basar. Einfacher geht es nicht.
Den Weg in die Apotheke, die in kleinen Städten immer noch oft über Mittag, Mittwoch nachmittags und Samstag ab 13 Uhr geschlossen hat, können sich die Patienten sparen. Der Kauf von Medikamenten erfolgt, wenn der Kunde Zeit dafür hat. Die Lieferauskunft wird im Moment der Bestellung erteilt. Im Allgemeinen sind die bestellten Arzneimittel oder Produkte aus dem Ergänzungssortiment der Apotheken innerhalb von zwei Werktagen beim Besteller. Ab einem Mindestbestellbetrag ist die Lieferung kostenlos.

Auch die oft als traditionelles Plus der Apotheke betrachteten Dienstleistungen können heute schon längst in Onlineapotheken in Anspruch genommen werden. Beratung und Service sind Bestandteil der Leistung der Versandapotheken. Über Hotlines oder per Email stehen Mitarbeiter für Auskünfte zur Verfügung. Das Risiko von Arzneimittelfälschungen ist ebenso klein wie im stationären Handel, da Onlineapotheker bei den gleichen Pharmagroßhändlern einkaufen wie der Apotheker vor Ort. Die Internetseiten sind übersichtlich gestaltet. Sie verfügen über einen Login-Bereich für konkrete Bestellungen, eine Suchfunktion und eine nach Produktgruppen oder Krankheitsbildern gegliederte Übersicht zu Arzneimitteln und Ergänzungsprodukten. Darunter fallen Kosmetikartikel, Verbandsmaterialien oder Hygieneprodukte.

Selbst rezeptpflichtige Medikamente sind unbürokratisch zu bestellen, indem das Originalrezept per Post an die Onlineapotheke gesendet wird. Preisnachlässe auf diese Bestellungen sind gesetzlich verboten, doch viele Onlineapotheken erstatten ihren Kunden die Rezeptgebühr. Besonders chronisch kranke Patienten, die regelmäßig verschreibungspflichtige Arznei benötigen, spüren auf diese Weis eine echte Kostenersparnis

Ähnliche Artikel:

Trackback: Trackback-URL | Feed zum Beitrag: RSS 2.0
Thema: Krankenpflege Allgemein

Diesen Beitrag kommentieren.

5 Kommentare

  1. 1
    Matthias 

    Endlich ist hier mal wieder was los…!

  2. 2
    Goerni 

    Ja, vielen Dank an Daniel, der hier die tollen Beiträge schreibt. Pflasti wird ja vorläufig leider nicht mehr zurückkommen.

  3. Ich liebe meine kleine Apotheke um die Ecke, wo ich freundlich mit „Herr Hundeiker“ begrüßt werde, in der man weiß, was ich habe und brauche. Und im Versand mag das eventuell billiger sein, doch ich muß es mir, da die Post immer kommt, wenn ich schon oder noch Dienst habe, auf der Post holen, und wenn ich die Zeit berechne, die ich dafür brauche, ist der Versand dann doch teurer.

  4. 4
    Daniel 

    Danke für die Blumen 😉 Ich werde versuchen von Zeit zu Zeit Beiträge in diesem Blog zu veröffentlichen, denn die Seite ist es definitiv wert!
    Ich denke im Übrigen, dass viele Leute immer noch so denken wie Herr Hundeiker. Der soziale Kontakt fällt bei Internet Angeboten natürlich weg und Menschen, die viel Wert auf ein gepflegtes Miteinander legen, werden sicherlich weiterhin die Apotheke ihres Vertrauens aufsuchen. Nichtsdestotrotz ist die Online Apotheke gerade für Personen, die dauerhaft auf Medikamente angewiesen sind, eine echte Alternative um ein paar Euros zu sparen.

  5. 5
    Stephan 

    Danke für die Informationen. Die Bestellung bei einer Online-Apotheke läuft wesentlich anonymer ab und wird daher eher bevorzugt. Schließlich braucht ja nicht jeder von den eigenen Problemen zu erfahren. Finds ganz gut so.

Kommentar abgeben