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Definition Krankenschwester

Sonntag, 12. Oktober 2008 | Autor:

Wenn man alle Altersgruppen von Patienten im Krankenhaus befragt, was sie unter „Krankenschwester“ verstehen und die Aussagen der gleichen Gruppen zusammenfügt, so kommt man zu folgendem Ergebnis.

Kinder bis 12 Jahre

„Die Krankenschwester ist eine eigentlich zum spielen zu alte, aber trotzdem ganz lustige, Spaß machende, lachende, Wasserspritzen verteilende, aber leider auch mit langen Nadeln pieksende, meist liebe Krankenhaustante, die man gut verkohlen und nachts zum Süßigkeitenautomat schicken kann.“

12- 19- Jährige

„Die Krankenschwester ist eine um dich tanzende, bildhübsche, oder potthässliche, zarte Fee (oder Wal), in knapper, halbtransparenter, weißer Arbeitskleidung, die dir eklige Medikamente mit einem süßem Lächeln serviert und den Doc bei der Visite total trottelig aussehen lässt.“

20- 69 -Jährige

„Die Krankenschwester ist eine ständig Kaffee trinkende, rund um die Uhr wach und muntere, Liedchen vor sich her trällernde, 100% bei der Arbeit seiende, Patienten verstehende, zuhörende, Arztanweisungen ausführende, nie zu spät kommende fachlich hoch kompetente, zarte Person in knapper weißer Arbeitskleidung.“

Gomer (über 70 Jahre)

„Die Krankenschwester ist eine, die Nachtruhe alle 2 Stunden störende, rumpolternde, mit einer Taschenlampe in die Augen leuchtende, mit piepsiger Stimme „Achtung jetzt wird’s mal kalt!“ murmelnde, alte Menschen quälende, ins Ohr brüllende, zickige, unhöfliche, nach Kaffee und Zigaretten stinkende, dumme Göre.“

Krankenschwester

„WIR sind Verantwortung tragende, ständig übermüdete, ausgelaugte, mit Schreibkram überforderte, Grundpflege leistende, unterbesetzte, dem Arzt widersprechende, Arzttätigkeiten übernehmende, unter Kaffeeentzug leitende, unterbezahlte, Putzkräfte in unvorteilhafter Arbeitskleidung.“

P.S. das trällern von Liedern dient nur dem Übertönen des eigenen schlechten Gewissens bezüglich der aus Zeitmangel nicht geleisteten notwendigen Tätigkeiten.

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Thema: Krankenpflege Allgemein, Kurioses

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11 Kommentare

  1. 1
    bloeder_hund 

    und was sind dann wir Pfleger?;-)

    ständig blöde Sprüche von uns gebende ,mit dem Zivi und Dr.zu verwechselnder,Chaot.

    (Meinung zieht sich durch alle Altersklassen8))

  2. 2
    Mucki 

    @ bloeder_hund
    Entschuldige vielmals das ich die „Pfleger“ vergessen habe.

    „Der Pfleger ist ein ständig Sprüche klopfender, von den alten Damen geliebter, durch männliche Ausstrahlung bei Ärzten und Pat.eher akzeptierter, mit Charme sprühender, Kuchenvernichter.“

    (Meinung einer Krankenschwester)

  3. 3
    Mucki 

    Recht so????

  4. 4
    bloeder_hund 

    klar 🙂

    😉

  5. 5
    heidi 

    der Pleger ist der einzige Ruhepol auf einer von weiblicher ,zickender, grüppchenbildender Station .
    also die Wertigkeit der Pfleger is hoch.
    Kommt bei mir noch vor einem Assistenzarzt.

  6. 6
    bloeder_hund 

    @heidi
    dann behandelt ihn nett,
    ich bin als einziger Pfleger bei rein weiblicher Besatzung in den Dauernachtdienst geflüchtet 😉

  7. 7
    Pflasti 

    Das kann ich gut verstehen, Zickenalarm im Krankenhaus ist was furchtbares 😉
    Manchmal würde ich auch gerne abhauen!

  8. 8
    Mucki 

    @bloeder_hund: Deine Flucht in den ND kann ich echt gut nachvollziehen!Zickenterror is echt was ätzendes.So ein paar Pfleger können da schon ein bisschen Ruhe (oder positive Stimmung) verbreiten… 🙂

  9. 9
    Nibiru 

    Sehe ich genauso. Ein reines „Frauenteam“ ist echt unvorteilhaft und ätzend. Ich hasse es, wenn diverse Damen, meist älterer Generation sich morgens nach der Übergabe eine dreiviertel Stunde daüber aufregen, dass sie völlig unterbesetzt sind und ach so schrecklich viel zu tun haben… – statt einfach anzufangen.
    (selbst erlebt als Schüler – auf einer WOCHENBETTSTATION!!!)

  10. 10
    Bruce Dickinson 

    Das Bild einer Nurse ist doch bei Patienten und Angehörigen geprägt durch low budget Soaps im Privatfernsehen – gestylt und ständig mit jungen Ärzten flirtend, Kaffee trinkend usw. Und eine male nurse – das existiert irgendwie gar nicht. es ist diskriminierend, wenn ich von Patienten und Abgehörigen gefragt werde, was ich hier auf Station mache oder als Herr Doktor angesprochen werde. es ist schon belastend, wenn ich vom patienten gerufen werde und er sagt: “ holen sie mal die schwester“. Bzgl. Zickerei und Lästerei bin ich renitent und resistent, denn nach der Übergabe geht es bei mir gleich ans Werk und dann bin ich mit meinem Zeit- u. Arbeitsmanagment zufrieden. Wenn nach dr Übergabe eben noch 45. minuten, wie o.g., gelabbert wird, dann bist du halt nicht fertig zum Feierabend. Die Zeit- u. Personalresource ist verdammt knapp, aber diese ganze Labberei ist anstrengend und die male nurse verzieht sich an Besten und geht zum schaffen. Ich komme damit gut zurecht. Weiterhin sind die Themen in den postÜbergabenLabberminuten auch nicht sonderlich spektakulär. Übrigens, nettes instrument hier dieser Blog. Grüße an alle

  11. 11
    Pflasti 

    Das nenn ich mal richtig gute Arbeitseinstellung! Wir bräuchten mehr von deiner „Sorte“.

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