Teebaumöl nicht nur in kosmetischen Produkten

Teebaumöl ist eine bewährte lipophile Substanz aus den Blättern und Zweigen des australischen Teebaums. Alternativ kann das Öl auch aus mehreren, verschiedenen Teebaum-Arten der Gattung Myrtengewächse gewonnen werden. Das Öl des Teebaums wird häufig in kosmetischen Produkten wie Cremes, Shampoos oder Lotions verwendet. Zudem kann die Substanz auch in der Medizin, insbesondere in der alternativen Medizin, wirkungsvoll eingesetzt werden. Schon die Ureinwohner Australiens verwendeten das Extrakt bei offenen Wunden, Hautinfektionen oder Erkältungskrankheiten. Ebenso nutzten sie die vielfältige Wirkung bei Zahnfleischentzündungen oder Läusebefall. Es dauerte nicht lange und auch die europäischen Einwanderer waren von der Wirkung überzeugt. Ferner war das Teebaumölextrakt ein wichtiger Bestand der Erste-Hilfe-Sets der australischen Truppen in den Tropen, während des zweiten Weltkrieges. Nachdem jedoch diverse Antibiotika und Penicillin hergestellt wurden, geriet das Teebaumöl in Vergessenheit. Heute gilt es allerdings als hervorragende Alternative zu Antibiotika, denn mittlerweile steht fest, dass der menschliche Körper gegen Antibiotika Resistenzen bilden kann.

Wirkung und Einsatz des Teebaumölextraktes

Die antimikrobielle Wirkung des Teebaumöls ist bereits wissenschaftlich belegt. Zusätzlich wird behauptet, dass das Extrakt bei überschießenden Immunreaktionen nützlich sein kann. Allerdings ist das Öl mit Vorsicht zu genießen. Wie heute bekannt ist, wirken sich zu niedrige Dosen negativ auf den Körper aus und fördern die Widerstandsfähigkeit und Resistenz diverser Bakterien gegenüber Antibiotika. Aufgrund der antiseptischen, bakteriziden und fungiziden Wirkung wird das Teebaumöl vor allem bei Akne, Pilzerkrankungen, Muskelschmerzen, Schuppen und Schuppenflechte oder bei Dellwarzen eingesetzt. Vorrangig in der Alternativmedizin lassen sich Einsatzmöglichkeiten auch bei offenen Wunden, Raucherhusten, Krampfadern oder Rheuma finden.

Mögliche Risiken des Teebaumöls

Da es sich um ein natürliches Extrakt handelt, sind die Risiken und Nebenwirkungen relativ gering. Allerdings können Kontaktallergien entstehen. Wobei die verschiedenen Anteile des Öls und deren Oxidationsprozesse als Auslöser gelten. Die Oxidation beginnt bereits nach vier Tagen. Aus diesem Grund sollte das Öl stets bei unter 25 Grad und lichtgeschützt gelagert werden. Aufgrund möglicher Allergien kann es bei vorerkrankter Haut zu Ekzemen kommen. Es gilt, je älter das Öl, desto höher die Wahrscheinlich einer allergischen Reaktion. Als weitere Nebenwirkung ist bekannt, dass durch die Anwendung des Öls, das Wachstum der Brustdrüsen bei Jungen in der Pubertät beeinflusst werden kann.

Zulassung als Arzneimittel

Teebaumöle sind als Arzneimittel nicht zugelassen. Anstelle dessen wird das Öl als Risikosubstanz angesehen, welche verschiedene Krankheiten auslösen kann. Das Öl des Teebaums wurde bereits als gesundheitsschädlich eingestuft, insbesondere als unverdünnte Substanz. Entsprechende Gefahrenhinweise sollten sind auf jedem Produkt befinden.

Alternative Produkte

Alternative Öle, die ebenfalls eine pilztötende Wirkung haben sind das Manukaöl, das Kanukaöl, das Eukalyptusöl und das Cajeputöl. Auch das Propolis kann als Alternative eingesetzt werden. Letzteres wird von Bienen aus Baumknospen gewonnen und soll der Keimfreihaltung der Bienenstöcke dienen. Die genannten, alternativen Substanzen sind in der Apotheke freiverkäuflich erhältlich.

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