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Infos zum Beruf der Hebamme

Donnerstag, 1. September 2011 | Autor:

Der Beruf der Hebamme gehört zu den beliebtesten Tätigkeitsfeldern in Deutschland. Dafür ist ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Einsatzbereitschaft vonnöten. Hebammen arbeiten entweder als Angestellte in einem Krankenhaus, in einer Hebammen-Praxis, einem Geburtshaus oder als selbstständige Geburtshelferinnen. Sie begleiten nicht nur die Geburt des Babys, sondern beraten junge Eltern auch während und nach der Schwangerschaft.

Dazu gehören neben der Aufklärung über die unterschiedlichen Geburtsarten auch Tipps zur gesunden Ernährung und Lebensweise während der Schwangerschaft. Die medizinische Vorsorgebetreuung umfasst regelmäßige Gesundheits-Checks wie Blutdruckmessen, Blut- und Urinuntersuchung sowie Lagebestimmung und Überprüfung der Herztöne des Kindes.

Bei eventuell auftretenden Schwangerschaftsproblemen wird ebenso Hilfestellung geleistet und auch Geburtsvorbereitungskurse gehören zum Aufgabenspektrum einer Hebamme. Dazu durchläuft die Hebamme bei der Ausbildung viele Stationen. Sie ist zum Beispiel nicht nur im Kreißsaal mit dabei, sondern auch bei Operationen, frauenärztlichen Untersuchungen oder auf der Wochenstation.

Mit der Geburt ist die Arbeit der Hebamme noch nicht getan. Bis zur achten Lebenswoche des Säuglings ist sie für die jungen Eltern da, hilft im Umgang mit dem kleinen Sprössling und bei Stillproblemen ebenso wie bei der Vermittlung etwaiger sozialer Hilfsangebote.

Das Nachsorgeprogramm umfasst zudem die Überwachung der Gebärmutterrückbildung und des Heilungszustands nach einem Dammschnitt oder Kaiserschnitt. Auch Kurse zur Rückbildungs- und Beckenbodengymnastik sind Teil des Betreuungsangebots für junge Mütter.

In ihrem Beruf werden Hebammen immer wieder auch mit dem Tod konfrontiert. Denn leider kommen nicht alle Babys gesund und lebendig zur Welt. Hier müssen sie Trost spenden und dabei helfen, Abschied zu nehmen.

Zu den größten Herausforderungen einer Hebamme gehört aber nach wie vor die Geburtshilfe. Allerdings verliert die physiologische oder normale Geburt in Deutschland allmählich an Anerkennung. Stattdessen steigt die Zahl der medizinischen Interventionen. Und auch der Kaiserschnitt auf Wunsch wird immer populärer. Lediglich 8,2 Prozent der gesunden Schwangeren erleben eine Geburt ohne medizinisches Eingreifen.

Die Zahlen sind laut Prof. Dr. Nicola Bauer, Professorin für Hebammenwissenschaft an der Hochschule für Gesundheit in Bochum, deutlich höher, wenn die Schwangeren vor und während der Geburt ausschließlich von Hebammen betreut werden. In ihrer Doktorarbeit empfiehlt sie also das in Deutschland neue Versorgungskonzept Hebammenkreißsaal, eines nur von Hebammen geleiteten Geburtshilfeprogramms.

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Thema: Ausbildung

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Ein Kommentar

  1. Ja, die Hebammen leisten einen Wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft. Ich finde, das wird überhaupt nicht angemessen honoriert. Wird Zeit für das Bedingungslose Grundeinkommen. Dann können Frauen besser wählen, wie sie sich bei der Geburt begleiten lassen möchten.

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