Herbst – Zeit der Erkältungen?

Gerade in der kühlen Jahreszeit haben Erkältungsviren leichtes Spiel, da die Schleimhaut der oberen Atemwege oft trocken und schlechter durchblutet ist. Wer beruflich oder privat viel mit Menschen zu tun hat und auf engstem Raum mit ihnen zusammenkommt, kann sich leicht anstecken. Meist beginnt es mit Halsschmerzen und Schnupfen, danach folgt häufig Husten.  Eine banale Erkältung, im Volksmund auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet, hat nichts mit der echten Grippe (Influenza) zu tun. In der Regel klingt eine Erkältung innerhalb von ein bis zwei Wochen wieder ab.  In manchen Fällen kann es jedoch zu einer bakteriellen Zweitinfektion kommen. In diesem Falle wird der Arzt Antibiotika verschreiben.

Virion des Rhinovirus
Virion des Rhinovirus (Quelle: Wikipedia)

Viele einfache und bewährte Hausmittel können die lästigen Symptome einer Erkältung deutlich lindern. Als natürliche Arznei fungieren Lebensmittel und Pflanzen mit antiviralen und antibakteriellen Wirkstoffen. Eine selbstgekochte, heiße Hühnersuppe schmeckt nicht nur gut, sondern hilft auch sehr gut bei Infekten der oberen Atemwege. Gegen Halsschmerzen hilft das Gurgeln mit etwas stärkerem Salbeitee oder Salzwasser. Wohltuend ist auch das Inhalieren von heißem Salzwasser oder Kamilleaufguss. Es befreit die Atemwege und lässt leichter durchatmen. Wichtig ist auch, viel zu trinken, um die Schleimhäute zu befeuchten und den Schleim zu lösen. Außerdem gibt es wirksame Kräuter wie zum Beispiel Thymian und Spitzwegerich, die als Teezubereitung hustenlindernd wirken. In der ayurvedischen Medizin wird bei Husten mit schleimigen Auswurf ein Gewürztee aus Ingwer, Nelken und Zimt empfohlen. Eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse versorgt den Körper mit Vitaminen und Mineralstoffen, die man gerade bei einer geschwächten Abwehr und der Bewältigung einer Infektion in verstärktem Maße benötigt.

Um sich zu schonen und andere zu schützen, sollte man eine Erkältung nach Möglichkeit zu Hause auskurieren. Meist fühlt man sich müde und erschöpft und braucht mehr Ruhe und Schlaf als sonst. Wichtig ist auch, ausreichend zu lüften, denn in der Heizperiode ist die Luft in den Innenräumen oft zu trocken. Um andere nicht anzustecken, sollte man nicht in die Hand, sondern in ein Taschentuch oder in den Ärmel husten. Hält der Husten länger als zwei Wochen an, sollte man auf jeden Fall einen Arzt zu Rate ziehen.

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