Wundreinigung, aber richtig!

Noch nicht weit verbreitet, aber enorm wichtig für den Heilungsverlauf einer jeden Wunde, ist die richtige Wundreinigung.

Beläge auf Wundoberflächen stören die Mikrozirkulation des Gewebes, was wiederum zum Untergang des intakten Gewebes führen kann. Der oft erste Griff, zu desinfizierenden Wundreinigungslösungen (Octenisept°), ist nicht immer erforderlich oder von großem Nutzen. Viel wichtiger ist die Erstbeurteilung und die Dekontamination* (*= restlose Beseitigung des Belages von der Wundoberfläche und den Wundrändern) der Wunde, zum Beispiel durch Prontosan°Reinigungslösung, Purilon°Gel oder durch ein chirurgisches Debridement. Fakt ist, nur eine saubere Wunde bietet die beste Grundlage zur optimalen Heilung (Epithelisierung und Granulation). Bei MRSA-Besiedlung kann eine lokale, zeitlich begrenzte Therapie mit Antiseptika durchgeführt werden. Eine Spülung mit angewärmter Kochsalz- oder Ringerlösung ist in den meisten Fällen jedoch ausreichend. Die Reinigung sollte täglich erfolgen, bis die Wunde „sauber“ ist.  Die Wunde braucht nun nur noch zum Verbandswechsel gespült werden, um den „sauberen“ Status aufrecht zu erhalten. Die Wunde wird dann sanft mit Kompressen abgetupft und frisch verbunden.

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