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Cholesterin, Ernährung und Gesundheit

Montag, 11. Oktober 2010 | Autor:

Irrtümlich wird Cholesterin meistens für ein gesundheitsschädigendes Gift gehalten. Doch ist es so, dass wir ohne diesen Stoff nicht leben könnten. Unser Körper bedürft der in der Leber erzeugten fettkomparablen Substanz zum Aufbau von Zellwänden, ebenso wie zur Produktion von Gallensäuren, Vitamin D und Sexualhormonen.

Cholesterin ist dann schädlich, wenn Ihr Körper zu viel davon aufnimmt. Besonders in tierischen Fetten wie beispielsweise in Milch, Butter, Eiern oder Fleisch befindet sich eine große Menge. Wenn das Cholesterin im Blutkreislauf zerfällt und es ich an den Arterienwänden anlagert, kann es zu Problemen kommen. Diesem Oxidations-Prozess unterliegen vor allem die sogenannten Lipoproteine niedriger Dichte, kurz LDL genannt. Diese werden von den Fresszellen unseres Immunsystems wie Eindringlinge behandelt. Zurück bleibt ein fettiger, fester Belag, welcher die Gefäße verengt. Der Blutfluss wird beeinträchtigt und im schlimmsten Fall kann er auch unterbrochen werden. Wenn das in den Arterien passiert, welche das Herz versorgen, kommt es zum Herzinfarkt. Wenn jedoch die Blutgefäße betroffen sind, die das Gehirn versorgen, kann es einen Schlaganfall verursachen.

Es existiert allerdings nicht nur das „schlechte“ Cholesterin, sondern auch das „gute“ Cholesterin. Diese zweite Art, die Lipoproteine hoher Dichte, auch als HDL bekannt, ist ein Schutzmechanismus. Sie transportieren das „schlechte“ LDL aus dem Blut in die Leber.

Auf diese Art und Weise reglementiert unser Organismus den Blutfettspiegel ganz von allein. Wenn jedoch der LDL-Cholesterinspiegel zu hoch ansteigt, kann das „gute“ HDL-Cholesterin seine Funktion nicht mehr gewährleisten. Das heißt also, dass viel HDL und wenig LDL das Ideal im Blut sind.

Im Fazit ist zu betonen, dass eine cholesterinfreie Ernährung von großer Bedeutung ist. Somit raten die Ärzte einen LDL-Wert unterhalb von 130 und einen HDL-Wert oberhalb von 65 Milligramm pro 100 Milliliter im Blut an. Innerhalb dieser Grenzwerte bewegen Sie sich, wenn Sie täglich nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin mit der Nahrung zu sich nehmen. Das ist etwa mit eineinhalb Eidottern gleichzustellen. Wenn Sie also auf eine cholesterinfreie Ernährung achten, können Sie Ihren Teil für die Gesundheit tun.

Wichtig ist, dass Sie viele Ballaststoffe, welche reichlich in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten vorhanden sind, zu sich nehmen, und auf gesättigte Fettsäuren in bestimmten Gerichten verzichten. Schon etwas weniger an diesen Fetten begünstigt den Cholesterinspiegel.

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Thema: Krankenpflege Allgemein

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