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Zucker und modernes Wundmanagement?

Freitag, 25. Juli 2008 | Autor:

Mich würde wahnsinnig interessieren was ihr von Haushaltszucker in der Wundbehandlung haltet.

Ich glaube es gibt kaum ein Thema, dass mich dienstlich so sehr aufgeregt hat wie dieses. Es waren teilweise richtig anstrengende und lange Diskussionen, die ich, wegen des Einsatzes von Haushaltszucker in der Wundbehandlung mit Ärzten und manchmal leider auch Kollegen, geführt habe.Ich bin der Meinung Haushaltszucker gehört in den Tee oder Kaffee, aber nicht in tiefe, belegte Wunden. Wir leben schließlich im Zeitalter des modernen Wundmanagements, dass uns inzwischen Gott sei Dank genügend Auswahl an Produkten zur fachgerechten Versorgung von Problemwunden bietet.
Es mag sein, dass Zucker in Südamerika immer noch das Mittel der Wahl ist, aber wir leben in Deutschland und nicht in Südamerika. Mit dieser konservativen Einstellung dürften wir ja auch noch keinen Strom haben, unsere Wäsche im Main waschen und auf einem Pferd zur Arbeit reiten.
Patienten haben mir häufig berichtet, sie hätten nach der Versorgung der Wunde mit Zucker deutlich mehr Schmerzen als nach dem Verbandswechsel mit herkömmlichen bzw. modernen Materialien.
Allein der Gedanke, dass unsteriler Zucker aus dem Streuer, der schon teilweise einige Tage im Patientenzimmer stand, in die Wunde gestreut wurde, war für mich schrecklich! Hätte nicht gedacht, dass man das noch toppen könnte, aber in dem Fall wurde ich eines Besseren belehrt. Der unsterile Zucker wurde in einer Papiernierenschale (!) mit Betaisodona-Salbe angerührt und dann wurde diese „Pampe“ mittels eines unsterilen Mundspatens in die Wunde geschmiert.
Das was ich nach dieser Art der Wundversorgung beobachten konnte, waren wie bereits erwähnt die stärkeren Schmerzen des Patienten und außerdem ist der Patient spätesten nachts in einer braunen Lösung geschwommen. Dieser Zustand ist auf Dauer für den Kranken nicht sehr gesundheitsfördernd und für die Nachtschwester sehr zeitaufwendig. Positive Veränderungen der Wunde unter der „Zuckerbehandlung“ waren mir leider nie sichtbar.

Manchmal kam mir das Ganze als eine Art Machtspielchen zwischen Ärzten und Pflegepersonal vor, wobei die Schwestern und Pfleger natürlich das schwächere Glied waren.
Ich habe mich immer geweigert unsterilen Zucker in Wunden zu streuen und in der Zukunft wird sich auch nichts daran ändern.

So, jetzt bin ich aber ganz schön gespannt auf eure Kommentare!

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Thema: Krankenpflege Allgemein, Wundmanagement

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44 Kommentare

  1. 1
    steffi 

    Hallo „Pflasti“,bin ganz deiner Meinung.Zucker gehört in den Tee und nicht in eine Wunde.Im Zeitalter des modernen Wundmanagements sollte man doch als intelligenter,verantwortungsbewußter,fachlich ständig fortgebildeter Halbgott in weiß,wissen das diese Art von „Therapie“:(1.)nichts bringt(Heilungsaussichten sind mehr als fraglich); (2.)eine Klinik oder einen Arzt nicht besonderst,seriös aussehen lässt,wenn er der Sr.aufträgt mal eben ´ne Tüte Zucker holen zu gehen,um dies dann unsteril anzurühren und auf die Wunde zu kleistern.(3.)Für Machtspielchen ist auf dem Rücken der Pat.kein Platz,dessen Wohl hier ja sicher im Vordergrund stehen sollte.Und(4.)gibt es doch sooo viele wirklich gute Verbandsstoffe,die t.w.sogar schon Schmerzmittel in die Wunde abgeben,besonderst saugfähig sind und dazu noch fast atraumatisch zu wechseln.Und die Ergebnisse bei konsequenter Behandlung und RICHTIGER Anwendung sind wirklich großartig.
    Nun muss man allerdings dazu sagen,dass es einfach viel zu wenige Pflegekräfte gibt,die sich auch nur ein bisschen mit modernem Wundmanagement auskennt.Lieber wird irgend etwas auf die Wunde geschmiert,oder bei der Auswahl der Verbandsstoffe kleinbei gegeben.Wozu dann ein Examen machen,wenn doch der Arzt letztendlich das Sagen hat?
    Außerdem hat jeder in der Pflege tätiger Mensch,das Recht eine solche Arztanweisung in Frage zu stellen und die Ausführung zu verweigern!!!(falls noch nicht bekannt)
    Nicht jeder Dr.ist allwissend!!!Ehrlich gesagt kenn ich nicht einen…

  2. 2
    Simon 

    Hallo,
    sehr interessant!
    Doch vielleicht noch als kleine Ergänzung:

    Beim Diabetiker bitte Süssstoff anstatt Zucker in die Wunde streuen, sonst wirds fatal…

  3. 3
    Pflasti 

    @Simon:
    Oh ja, du hast vollkommen Recht, wir wollen doch nicht, dass unsere Patienten nach dem VW hyperglykämisch werden ;-)!

  4. 4
    Pflasti 

    Ich muss euch unbedingt noch etwas zu diesem Thema erzählen, äh schreiben, habe mich bis jetzt nicht getraut, weil es wirklich makaber ist, aber jetzt muss es raus. Also, wir hatten mal keinen Haushaltszucker auf Station, dafür aber Würfelzucker (!) und den Rest könnt ihr euch jetzt denken … —> das ist kein Witz!
    Der Patient hat mir wirklich sehr leid getan und es war mehr als schmerzhaft.

  5. 5
    Martina 

    Habe gestern genau dieses erlebt,der Oberarzt persönlich streute Zucker in die Spalthautentnahmest., da die Wunde zu trocken sei.Bin selber Wundexpertin, war aber leider nicht dabei, sondern unser jüngster Kollege.

  6. 6
    Pflasti 

    Oh mein Gott, das ist ja furchtbar, jetzt werden auch schon Spalthautentnahmestellen mit Zucker behandelt. Wo soll das hinführen?

  7. 7
    agnes 

    Mich persönlich würde ja mal interessieren, was sich diese Ärzte in ihre Rektumamputationswunden streuen lassen, wenn sie mal der Patient sind. Ich würde sagen, Zucker wäre dann wohl nicht dabei!

  8. 8
    Kathrin 

    Ich habe schon einiges zum Thema „moderne Wundversorgung“ gesehen, aber Zucker in Wunden, kombiniert nit Lösungen ist ja der Hammer.Vielleicht soll es je der mechanischen Wundreinigung dienen (Reibung)! Ansonsten ist das ein Fall für die Ärztekammer.

  9. 9
    mucki 

    Das „neueste“ ist übrigens Honig.Süß nicht?Mit extrem fragwürdigen Erfolgserlebnissen.Diesmal bestand die Patientin jedoch darauf,weil sie davon überzeugt war, dass es hilft…

  10. 10
    ATM 

    Mich interessiert, ob es gute Studien mit hohen Fallzahlen gibt, die die Diskussion opjektivieren können. Es nützt ja nichts sich über ja oder nein zu streiten, wenn man nur eine gefühlte Idee hat, ob Zucker gut oder schlecht für die Wundbehandlung ist.
    Die nächste Frage, die ich hätte, ist, ob Zucker wirklich stark bakteriell kontaminiert ist. Es dürfte doch höchstens mit Trockenkeimen kontaminiert sein. Oder Keimen, die eine Trockenform haben, in der sie lange metabolisch inaktiv sind, bis sie wieder mit Wasser in Berührung kommen. Denn eins ist klar: Ohne Wasser kein Metabolismus, das gilt auch für Bakterien. Ohne Stoffwechsel keine Gefahr! Wer weiß, welche Keime im Haushaltszucker „nisten“? Zucker ist auch für Körperzellen gut zu metabolisieren. Zucker zieht Exudationswasser an und könnten so zur Abschwellung beitragen. Bei Reparationsprozessen wird viel Energie gebraucht, Zucker könnte sie liefern! Ich weiß nicht, ob es wirklich so funktioniert, aber es könnte. Damit wäre Zucker gut für Wunden.
    Wer hat kennt gute Papers darüber?

  11. @ATM
    Endlich mal einer der nach der Evidenzbasis und nicht der Eminenzbasis einer Therapie fragt.

    Eine Pubmed-Recherche fördert da viel zutage, hier mal nur die Kernaussagen und die Literatuangaben (sortiert von neu ->alt):

    Honey as a topical treatment for wounds. (Cochrane Database 2008 Oct 8;(4):CD005083)

    AUTHORS‘ CONCLUSIONS: Honey may improve healing times in mild to moderate superficial and partial thickness burns compared with some conventional dressings. Honey dressings as an adjuvant to compression do not significantly increase leg ulcer healing at 12 weeks.
    ————————–

    Manuka honey dressing: An effective treatment for chronic wound infections.
    (Br J Oral Maxillofac Surg. 2008 Jan;46(1):55-6. Epub 2006 Nov 20.Click here to read )
    We have been using honey-impregnated dressings successfully in our wound care clinic and on the maxillofacial ward for over a year.
    ————————–

    Practical considerations of using topical honey for neuropathic diabetic foot ulcers: a review.
    (WMJ. 2008 Jul;107(4):187-90.)
    CONCLUSION: Honey is a low-cost topical therapy with important potential for healing. Its use may be considered in diabetic foot ulcers after a discussion of risks and benefits and in conjunction with standard wound care principles.
    ————————–

    Manuka honey vs. hydrogel – a prospective, open label, multicentre, randomised controlled trial to compare desloughing efficacy and healing outcomes in venous ulcers.
    J Clin Nurs. 2008 Aug 23. [Epub ahead of print]

    CONCLUSION The WoundCare 18+ [=Manuka honey] group had increased incidence of healing, effective desloughing and a lower incidence of infection than the control. Manuka honey has therapeutic value and further research is required to examine its use in other wound aetiologies. Relevance to clinical practice.
    This study confirms that Manuka honey may be considered by clinicians for use in sloughy venous ulcers. Additionally, effective desloughing significantly improves healing outcomes.
    ————————–

    A systematic review of honey uses and its potential value within oncology care.
    (J Clin Nurs. 2008 Oct;17(19):2604-23.)

    RELEVANCE TO CLINICAL PRACTICE: In the cancer setting, honey may be used for radiation-induced mucositis, radiotherapy-induced skin reactions, hand and foot skin reactions in chemotherapy patients and for oral cavity and external surgical wounds.
    ————————–

    Evaluation of a honey-impregnated tulle dressing in primary care.
    Br J Community Nurs. 2004 Jun;Suppl:S21-7.

    A conclusion is drawn that while further research is needed, medical grade honey does appear to be a valuable addition to the wound management formulary.
    ————————–

    Nach diese groben Übersicht (und das ist noch längst nicht alles) kann man denke ich nicht den Untergang des modernen Wundmanagements ausrufen, wenn jemand Honig bzw. Zucker in eine Wunde streut.

    Von unkritischem Einsatz ist natürlich, wie bei jeder Thrapie, abzuraten da es nicht in jedem Fall effektiv ist.
    Schaden anrichten wird man aber mit der Behandlung keinen, im schlimmsten Fall nützt es nur nichts bzw. ist nicht besser als „modernes Wundmanagement“ allein, wobei auch das MWM vom Einsatz profitieren kann und Honig in einigen Fällen diesem sogar überlegen zu sein scheint.

    Was man nicht außer acht lassen sollte:
    Honig/Zucke als Hausmittel hat natürlich im Gegensatz zu den „modernen“ Therapien keine Lobby, da sich hiermit kein Geld verdienen lässt.

    Und wer richtet in der Regel die Fortbildungen aus? Genau.

    Auch in der hier an andere Stelle verlinkten Übersicht vom Wundzentrum Hamburg fehlt eine sog. Erklärung der Unabhängikeit, also eine Erklärung wie welcher der Autoren dort u.U. Verbindungen zur Industrie haben und deshalb Aussagen und Ergebnisse beeinflussen könnten, dies gehört aber zum guten Ton gerade in den medizinischen Wissenschaften.

    Die dort vorgestellten Standarts mögen gut sein, sie haben aber in keiner Weise Leit- oder Richtliniencharakter und insofern macht sich auch ein „zuckersüßer Arzt“ nicht strafbar, allein mit den o.g. Daten kann eine solche Therapie gerechtfertigt werden, so lange Leit- oder Richlinien der Fachgesellschaften nicht existieren, was sie nicht tun.

    Zwar gibt es allenthalben Institutionen, die sich „Wundbehandlung“ auf die Fahnen schreiben, aber selbst die DGfW hat noch keine Empfehlung mit Leitliniencharakter zustande gebracht.

    Eine gute Übersicht über Wirkungsweise und das wann und wie der Anwendungen gibt es im „British Journal of Nursing“ Ausgabe Juni 2008. (Komplett für die Bibilothek, online leider nicht zu bekommen: [Br J Nurs. 2008 Jun12-25;17(11):S30, S32-6.]

  12. ….und jetzt steinigt mich…

  13. 13
    Pflasti 

    Nach 10 Jahren in der Chirurgie habe ich in der Behandlung von Problemwunden genügend gesehen und erlebt um sagen zu können, der Einsatz von Zucker macht absoult keinen Sinn und verschiebt die Wundheilung nur nach hinten. Ich denke dabei nur an die Patienten und an die Tatsache, dass manchmal gerade in der onkologischen Chirurgie jeder einzelne Tage ohne eine schmerzhafte, nicht heilende Wunde sehr kostbar sein kann! Es geht hier absolut nicht darum wer Recht hat und wer nicht! Wir haben mit Menschen zu tun und das vergessen leider viele!

  14. 14
    bloeder_hund 

    von Zucker in der Wunde höre ich hier das erste mal,
    bzgl. Honig,
    von Medihoney weiss ich,
    das er was bringt.

    (wird hier bei uns auf der traumaintensiv eingesetzt)

  15. Nichts gegen Deine Erfahrung, aber so funktioniert Medizin eben nur zum Teil.
    Ich bin, mit Zivildienst auf ITS, Nachtwachen und Rettungsdienst usw. während des Studiums und dem Studium selber inzwischen seit fast neun Jahren im Geschäft und darf das glaub ich sagen.

    Vor zehn Jahren wärst Du auch noch standrechtlich Erschossen worden, wenn Du einem Herzinsuffizienten Betablocker gegeben hättest und zwar weil die „alten Kardiologen“ da schlechte Erfahrungen mit gemacht haben.

    Heute wirst Du standrechtlich erschossen, wenn Du bei der Pharmakotherapie der Herzinsuff. die Betablockade ausläßt.
    Und warum?
    Weil objektiv nachgewiesen wurde, daß es das Überleben und die QOL verbessert, die Hospitalisierungsrate senkt usw, genau die Dinge, von denen vorher „aus Erfahrung“ gesagt wurde, sie würden durch Betablocker verschlimmert.

    Wenn jeder sich auf seine eingenen Beobachtungen verlassen würde, würden wir den Patienten mit Herzinsuff. die Betablockade immernoch vornethalten.

    Und das ist nur eines von vielen möglichen Beispielen die zeigen, das Erfahrung in der Medizin zwar wichtig ist.

    Deswegen in obigem Posting auch meine Unterscheidung zwischen EVIDENZ-Basis der EMINENZ-Basis von Medizinischen Entscheidungen.

  16. 16
    Pflasti 

    Sorry, aber du kannst nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!
    In der Krankenpflege ist Erfahrung immer noch sehr viel wert! Glaub mir, mit guter Krankenbeobachtung kann man z.B. viele Probleme rechtzeitig abfangen.

  17. In der Medizin ist Erfahrung genau so viel Wert.
    Ich würde die Krankenpflege übrigens in den Überbegriff „Medizin“ mit einordnen, insofern stellt sich die Frage nach einem Vergleich imho eigentlich gar nicht.

    Und auch Pflege ist eine, wenn auch noch junge, Wissenschaft (Nightingale, Roper, die Zeitgenössischen kenne ich nicht so mit Namen…) und einige der o.g. Arbeiten kommen aus ausgewiesenen Publikationen der Pflegewissenschaften (British Journal of Community Nursing oder Kournal oder Clinical Nursing zB) und auch in der Pflege darf man, genau wie in jeder Wissenschaft trotz aller Erfahrung die man hat die Augen nicht vor vermeintlich unliebsamen Wahrheiten verschließen, denn dann verwehrt man den Patienten den Zugang zu objektiv gute Maßnahmen wegen persönlicher Vorbehalte.

    Das kann ja auch nicht das Ziel sein.

  18. 18
    agnes 

    Ihr Lieben,egal ob Zucker oder Honig helfen oder nicht, direkt aus dem Küchenschrank haben beide einfach nichts auf Wunden jeglicher Art zu suchen, schon gar nicht in Würfelform oder in irgendwelchen abenteuerlichen Mischungen mit irgendwas.Sicherlich kann man auch Medihoney oder sonstwas aus der Apotheke besorgen, aber der Kostenfaktor ist da mindestens genauso hoch, wie bei anderen Wundauflagen.Da verdient halt nur wieder jemand anderes daran.Wer die obengenannten Sachen aus dem Küchenschrank benutzt, ist im Ernstfall rechtlich in keiner Weise abgesichert, egal ob Arzt oder Pflegefachkraft,man muß nur an den „richtigen“ Patienten oder Angehörigen geraten…

  19. 19
    Mucki 

    Ihr habt alle mehr oder weniger Recht.Aber im Ernstfall, nämlich wenn eine solche „Behandlung“ vor Gericht bei Verurteilung (auf Behandlungsfehler oder Körperverletzung) bestand haben soll, zählen nur Fakten. Wie z.B. das Haushaltszucker und andere sonderbare Verbandsstoffe nicht als Wundauflage oder Behandlungsmittel nicht zugelassen und somit verboten sind.Das wird jeder geprüfter Wundexperte bestätigen. Bei zugelassenen Mitteln ist das wieder etaws anderes und die Kostendifferenz zu „modernen Wundauflagen“ sicher nicht all zu groß.

  20. Bei allem Respekt, pflasti, für subjektive Erfahrung, aber schon Roper forderte Professionelle Pflege muss sich auf beobachtbare und messbare Elemente gruenden, nicht auf Intuition, Gewohnheiten, Tradition oder Glueck.

    Hypnosekröte hat schon mal recht mit der Herangehensweise – Literaturrecherche, nicht sinnlose Diskussionen von Individuen. Wir leben im Zeitalter des Evidence Based Nursing. Zur Behandlung chronischer Wunden liegen mehr Studien vor, als man als Einzelperson je durcharbeiten könnte. Hierfür gibt es Expertenstandards, hier der Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden vom März 2008. Es schadet auch nicht, die Empfehlungen des WUWHS, sogar auf deutsch, zu lesen.

    Wundtherapeutika brauchen eine Zulassung als Arzneimittel. Zucker ist ein Lebensmittel. Ein Arzt der ein Nahrungsmittel bestimmungsfremd zur Wundtherapie verwendet, bewegt sich im experimentellen Bereich. Tut er dies außerhalb einer genehmigten Studie, macht sich zumindest angreifbar. Siehe Sellmers Negativliste Lokaltherapeutika.

    Du schreibst „Manchmal kam mir das Ganze als eine Art Machtspielchen zwischen Ärzten und Pflegepersonal vor, wobei die Schwestern und Pfleger natürlich das schwächere Glied waren.“ Ich kann mir das lebhaft vorstellen. Pflegende lesen zu wenig Fachliteratur, haben keine wissenschaftliche Argumentationsgrundlage und sind den Akademikern oft auch rhetorisch unterlegen, selbst wenn sie von der Sache her recht haben.

    Gibt es ein hausinternes Protokoll zu Behandlung chronischer Wunden? Wenn ja, solltest du dich an das Fehlermeldesystem wenden oder mit der Dokumentation der Verbandswechsel an das pflegerische QM oder die Pflegedirektion, es ist deine Pflicht, Behandlungsfehler intern anzuzeigen.
    Wo ist euer hausinterner Wundmanager (vom Expertenstandard gefordert)? Wenn bei euch niemand Expertenstandards implementiert, rege es mit Verweis auf die abenteuerlichen Situationen, die du oben schilderst, doch mal an. Oder bilde eine Arbeitsgruppe, hol dir einen Projektauftrag von der PDL und mach es selbst.

    Weg von den face-to-face Einzelkämpfen auf Stationsebene, das bringt dem Patienten nichts und dem Ansehen der Professionalität unserer Berufsgruppe auch nicht.

  21. 21
    Goerni 

    Ähh, …
    Zitat:Professionelle Pflege muss sich auf beobachtbare und messbare Elemente gruenden, nicht auf Intuition, Gewohnheiten, Tradition oder Glueck

    Ja, aber nichts anderes schreibt doch Pflasti oben:
    Zitat von Pflasti: mit guter Krankenbeobachtung kann man z.B. viele Probleme rechtzeitig abfangen

    Ich verstehe somit die Absatzeinführung: Bei allem Respekt….. nicht wirklich. Aber ich bin auch befangen 😉

  22. Hat pflasti ihre Krankenbeobachtung im Sinne evidenzbasierter Pflege mit einer Studie begleitet, mess- und vergleichbare Daten erhoben? Dann wären ihre Beobachtungen belegt. Wenn nicht, haben sie nur eine subjektive Meinung geformt, mit der sich schlecht argumentieren lässt. Zumal gegen Ärzte, die in solchen Diskussionen Zahlen, Daten, Fakten parat haben.

  23. 23
    Pflasti 

    @Nachtschwester:
    Ist denn die klassische Krankenbeobachtung, wie wir sie in unserer Ausbildung gelernt haben, plötzlich nichts mehr wert? Das wäre aber sehr schade! Unter Einsatz intakter Sinnesorgane sollten wir sehr wohl in der Lage sein eine Wunde beurteilen zu können; dazu brauche ich keine Studie. Ein Arzt, der auf die Beobachtungen des Pflegepersonals nicht hinhört, ist für eine Zusammenarbeit nicht geeignet und somit fehl am Platz. Ohne uns kommt er nicht sehr weit. Warum wird die Krankenpflege so kompliziert gemacht? Ich werde meine Schüler immer noch auf die enorme Wichtigkeit der Krankenbeobachtung hinweisen. Vielleicht sollten wir wieder mehr am und mit dem Pat. arbeiten und pflegen, anstatt Daten zu erheben und viel Zeit für Diskussionen zu verschwenden. Ich denke dann würde die momentan schlechte Qualität der Pflege wieder steigen.

  24. 24
    Matthias 

    Haushaltszucker in ’ner Wunde – das ist ja schrecklich! dabei gibt es doch mittlerweile so wunderbare Hilfsmittel im modernen Wundmanagement.

    Ich kann da nur den Kopf schütteln!

  25. An welcher Stelle habe ich behauptet, Krankenbeobachtung sei nichts wert?
    Neben der Krankenbeobachtung müssen Schüler aber auch lernen, ihre subjektiven Wahrnehmungen und das implizite Wissen, dass sie daraus erwerben, in einen pflegewissenschaftlichen, expliziten Zusammenhang zu stellen.

    Wenn du dich in einer Diskussion mit einem Arzt auf 10 Jahre persönliche Beobachtungen berufst, könnte er dir auf gleicher Ebene antworten, na und, ich bin seit 30 Jahren chirurgischer Facharzt und habe ausgezeichnete Erfahrungen mit Zucker. Wieso Schmerzen? Hat mir nie ein Patient gesagt.
    Nicht sachdienlich, natürlich.

    Er könnte dir dann etwa erklären, dass Zucker ein hyperosmolares Wundklima schafft, das die Keimbesiedelung minimiert, außerdem dem umgebenden Gewebe Wasser entzieht, auf diese Weise das Wundödem reduziert und gleichzeitig die Wunde feucht hält, während dir z.B. die EWMA-Position zu alternativen Lokaltherapeutika (medizinischer Honig ja, Zucker nein) nicht einfällt, weil du sie vielleicht nicht kennst, die Arzneimittelpflicht von Wundtherapeutika auch nicht, und auch sonst hast du keine objektiven Argumente, nur Meinung. So ziehst du den Kürzeren, aus Mangel an explizitem Wissen, obwohl du mit deinen Beobachtungen natürlich völlig richtig liegst.

    Du schreibst „Vielleicht sollten wir wieder mehr am und mit dem Pat. arbeiten und pflegen, anstatt Daten zu erheben und viel Zeit für Diskussionen zu verschwenden. Ich denke dann würde die momentan schlechte Qualität der Pflege wieder steigen.“ Das ist eine Aussage, die sich direkt gegen die Evidenzbasierung, die Wissenschaftlichkeit und damit gegen die Professionalisierung der Pflege richtet. Die Pflegequalität ist dort am höchsten, wo sie sich am meisten auf wissenschaftliche Erkenntnisse, d.h.auf objektivierte Krankenbeobachtung, stützt. Eine Frage der Ausbildung.

    Vielleicht hast du mal Gelegenheit, an einem internationalen oder auch nur europäischen Pflegekongress teilzunehmen. Du würdest dich wundern.

    Aber ich will nicht weiter stören in diesem ersten und einzigen Pflegeidyll.

  26. 26
    Pflasti 

    @Nachtschwester:
    Gut, dass es noch Kollegen gibt, die mit einer anderen Einstellung an unseren schönen Beruf rangehen und die „Arbeit“ mit Liebe „wegschaffen“ und nicht nur den ganzen Tag reden und diskutieren. Du scheinst mir ein kleiner Wissenschafts-Fanatiker zu sein. Woher nimmst du die Zeit dafür? Ich könnte mir das nicht erlauben, es gibt viel zu tun in der Pflege. Wir haben mit Menschen zu tun und nicht mit Maschinen, zu viel Wissenschaft ist nicht gut.

    Nun zum „erste und einzigen Pflegeidyll“: es gibt schon tatsächlich einige Blogs aus dem Bereich der Pflege, dieser heißt hier nun mal „Krankenschwester-Blog“ und ist auch der einzige. Jeder hatte vor mir die Möglichkeit seinen Blog so zu nennen, aber keiner hat sie wahrgenommen, das ist nicht mein Problem. Verstehe nicht, dass jetzt dermaßen kindische Reaktionen kommen.

    P.S. Würde gerne mit Ärzten arbeiten, die seit 30 Jahren chirurgische Fachärzte sind 😉

  27. Pflasti, der Tag hat fuer uns alle 24 Stunden. Wieviel man davon ueber die 7,7 oder 8,2 Std. hinaus, die man am Bett steht, darauf verwendet, die eine oder andere Publikation zu lesen, Website zu oeffnen oder zu Fragen des eigenen Pflegealltags Daten zu erheben, ist eine Frage der persoenlichen Prioritaeten. Auch des Verantwortungsbewusstseins dem Patienten gegenueber. Oder des Wunsches, sich beruflich zu entwickeln.

    Pflegende, die das nicht wollen, sollten sich, wie oben schon gesagt, ans pflegerische/medizinische QM wenden, dessen Aufgabe es ist, in solchen Fragen durch die Implementierung von Guidelines Klarheit zu schaffen und Daten zur Qualitaetskontrolle zu erheben.
    Am Ende des Tages muss dafuer gesorgt sein, dass der Patient, alle Patienten, von allen behandelnden Aerzten und Pflegenden, eine angemessene Wundbehandlung erhalten. Emotionsgeladene Einzelkaempfe auf Stationsebene sind hier nicht zielfuehrend.

  28. 28
    Pflasti 

    Nachtschwester, du glaubt also, ich würde mich in meiner Freizeit nicht weiterbilden, das ist ja sehr interessant. Kennst du mich? Du scheinst wirklich eine sehr intelligente Frau zu sein und hast auch bestimmt schon viel geschafft in deinem Leben, aber auch ein wenig zu selbstbewusst und versuchst dein wissenschaftliches Wissen/Können auf eine in meinen Augen überhebliche Art rüberzubringen. Du sprichst nicht die Sprache, die Pflegende hören wollen. Unter meinen Kollegen würdest du kein Ansehen ernten. Ich könnte mir vorstellen, dass du nicht mehr aktiv am Patienten arbeitest, denn einige deiner Aussagen sind sehr unrealistisch. Deine Ansätze sind sicherlich nicht schlecht, leider lässt sich das so wie von dir beschrieben heutzutage in der Pflege nicht umsetzen.
    Mehr möchte ich dazu nicht mehr schreiben, denn so langsam wird mir das zu kindisch und das ist nicht mein Ziel. Es gibt für mich wichtigeres zu tun.

  29. Vielleicht liest du diesen Thread noch mal im Abstand von ein paar Wochen mit einem kuehleen Kopf, dann wirst du feststellen, dass ich deine Beitraege kommentiert habe, und zwar sachlich, und nicht dich als Person. Das muss man trennen koennen in diesem Medium.

    Ich habe bis vor einem Dreivierteljahr am Bett gearbeitet, verschiedene deutsche universitaere Intensivstationen und Ausland ueber 12 Jahre. Die Sache mit der Evidenz in der Pflege habe ich in der Praxis von klugen Leuten gelernt. Inzwischen nehme ich mir nur noch zwei Vormittage die Woche Zeit fuer Praxisanleitungen am Bett und tue ansonsten genau das, was ich schreibe. Guidelines implementieren und fuer Qualitaet sorgen.

  30. 30
    Flug 

    Gut das ich das hier gefunden habe, dachte schon es sei eine Schnappsidee des Arztes der mich behandelt hat. Leider wohl nicht…
    Also das mit dem Honig kann ich soweit nachvollziehen, das mir die Omi schon immer gesagt hat das ich das auf wunde Stellen oder trockene Lippen machen soll. Und da hilfts ja auch. Zumindest etwas. Aber das mit dem Zucker musste ich jetz wörtlich am eigenen Leib erfahren. Also als Patient (Bin kein Pfleger, hab den Blog nur durch googeln gefunden)
    Jedenfalls wollte mir der Arzt 2 Tage nach der OP (Kahnbeinfraktur mit Falschgelekbildung) uach Zucker in die Wunde tun. Ich hab die Schwester erst mal weggeschickt weil sich wirklich nen Streuer in der Hand hatte wie aus der Kaffeeteria. Hab gedacht ich seh nich richtig. Dann kam sie wieder und meinte das er jetz „entkeimt“ sei. Ich glaub im Nachhinein sie hats einfach nur umgeschüttet. Noch in der gleichen Nacht bin ich aufgewacht weil ich schmerzen hatte. Es hat gebrannt wie die Hölle und Brauner Eiter lief raus. Ende vom Lied war, das ich noch 3 Tage zusätzlich im KH lag…

    Ich meine ich maße mir echt nicht an irgend eine Ahnung in Richtung Medizin zu haben, man vertraut ja auch seinem Arzt. Aber ich kam mir schon bisschen vor wie beim Medizinmann…

  31. 31
    Physio 

    Also zu dem Thema Zucker und Wundheilung, möcht ich dann doch auch meine Gedanken bzw. Erfahrungen los werden. Ich hatte als Physio mehrer Patienten von einem Chirurgen postoperativ zu behandeln und zwar 2 Tage nach Op. Am Anfang war ich auch skeptisch als sie mir erzählten das sie Zucker in die Wunde streuen – doch eben immer so –> Wunde mit destillierten / abgekochten Wasser spülen dann Zucker drüber .. einwirken lassen und wieder ausspülen. –> Und die Wunden heilten sehr gut zu – vor allem bei den peripheren Op´s. Beim googeln entdeckte ich den link –> http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1%5BshowUid%5D=175288&tx_wdr5ppfe_pi1%5BbeitragsUid%5D=986&cHash=3926b2c096
    – dabei ist beschrieben das Zucker antibaktieriell wirkt und den Bakterien die Feuchtigkeit entzieht – und was sich so lange über Generationen hält kann auch in der Moderne nicht schlecht sein – auch wenn daran nur der Supermarkt verdient –
    „Mit dieser konservativen Einstellung dürften wir ja auch noch keinen Strom haben, unsere Wäsche im Main waschen und auf einem Pferd zur Arbeit reiten.“–> dazu fällt mir nur ein .. menschlicher Egoismus .. wenn es immernoch so wäre dann wäre es wohl um einiges besser für unsere Natur .. und vielleicht wären dann auch nicht gewisse Op´s notwendig — und solche Diskusionen am Ende überflüssig ? ..
    man weiß es nicht … nur sollte man auch nicht alles Alte verwerfen .. denn darauf baut ja das Neue auf – so funktioniert Forschung … liebe Grüße

  32. 32
    Memphis 

    Hi,

    Ich bin zwar kein Arzt, Pfleger oder sonst irgendwas…aber ich bin der Meinung, dass Zucker in der Wundbehandlung nichts schlimmes ist. Funktioniert sogar sehr gut! Und wieso sollte man Methoden, nur weil sie schon etwas älter sind und nicht mehr übermäßig viel gebraucht werden, nicht weiterhin anwenden, wenn sie gut funktionieren?!

  33. 33
    Goerni 

    Und wieso sollte man Methoden, nur weil sie schon etwas älter sind und nicht mehr übermäßig viel gebraucht werden, nicht weiterhin anwenden, wenn sie gut funktionieren?!

    Ganz einfach: Weil sich die Menschheit weiterentwickelt und es bessere Methoden gibt.

  34. 34
    Anneliese 

    Ich hatte eine Gallensteinoperation , nach der sich meine Wunde nicht verschloß . Mein Arzt , der mich auch operiert hatte , hat diese Wunde mit Zucker geheilt und ich hatte gar keine Probleme damit .

  35. 35
    Heidele 

    Ich bin Krankenpflegehelferin und habe den Einsatz von Haushaltszucker bei der Wundheilung vor 31 Jahren zum ersten Mal erlebt.
    Bei einem Patienten (Zustand nach Steißbeinfistel OP)wollte die Wunde,nach Einsatz von Leukasekegeln,Betaisadonna,Wasserstoffperoxid Spülungen etc. nicht heilen. Da hatte meine damalige Stationsschwester die Idee es doch einmal mit gewöhnlichem Haushaltszucker zu versuchen. Sie hatte bereits Erfahrungen aus der Endphase des zweiten Weltkrieges bei der Versorgung von Verletzten mit Zucker gesammelt.(Es standen in der Endphase weder Antibiotika noch Penecellin zur Verfügung)
    Also zurück zur „Steißbeinfistel“- Endlich nach langem Herumexperementieren konnte die Wunde mit Hilfe von Haushaltszucker heilen und das in recht kurzer Zeit heilen.
    Seitdem benutze ich für mich persönlich und auch für meinen mittlerweile erwachsenen Sohn, nur noch Zucker zu Wundheilung und das mit ausschließlich großem Erfolg. Man sollte den Zucker jedoch pur auf die Wunde geben. Anfangs drückt es etwas, aber das wunderbare ist, daß die Wunde wirklich vom Grund heilt und sich nicht wie es leider oft der Fall ist, sich „Oben“ schließt und im Innern die Infektion sich weiter ausdehnt. Der Verbandswechsel muß täglich erfolgen. Zucker ist nicht unsteril weil er die höchste Materialdichte hat, höher als Salz. Außerdem, wenn eine Wunde infiziert ist, ist sie auch nicht steril. Für mich ist es immer wieder ein kleines Wunder zu beobachten, wie schnell und problemlos sich die Wundheilung vollzieht.Ist ja klar das so etwas nicht propagiert wird, die Macht der Pharmaindustrie würde es nicht zulassen. Es geht ja gerade auch auf dem Gebiet der Wundheilung um Milliarden. Ich bin nach nun mehr als 30 Jahren Selbstversuch überzeugt vom Zucker. Versuch macht klug.

  36. 36
    Schusswunde 

    Also zu Zeiten von Blücher und Napoleon mag Zucher durchaus wirksam gewesen sein um die Wunde länger feucht zu halten,damit Fremdstoffe besser ausgeschwemmt werden.Heute haben wir aber durchaus bessere Mittel um Wundverunreinigung oder Entzündungen zu behandeln.

  37. 37
    karbolmaus 

    Hallo Leute!
    Daß ihr fast alle den Zucker so verteufelt, schockiert mich. Ich bin seit 20 Jahren Krankenschwester, inzwischen auch in der Aus- und Weiterbildung tätig und ich habe z. B. mit Honig sehr gute Erfahrungen bei problematischen Wunden gemacht (z.B.Dekubitus) Besonders hervorzuheben ist Manuka – Honig, der verschiedene Bestandteile von australischen Teebäumen enthält. Deshalb ist er so teuer. Und die Pharma wurde auf die spektakulären Heilerfolge aufmerksam und will auch was von dem Kuchen haben. So läuft das doch! Und wer es noch nicht weiß: Medihoney ist nichts anderes als Honig! Die Firma verdient sich da `ne goldene Nase! Im Übrigen behandle ich Wunden auch mit Weißkohl! Und auch diese Erfolge können sich sehen lassen.
    Das entscheidende ist bei der Wundheilung, daß wir mit unseren Massnahmen lediglich die Bedingungen schaffen, damit die Wunde heilen kann.Wenn ein Patient psychisch instabil ist, sein Lebensmut im Keller hängt dann kann keine Wunde heilen. Man darf einfach niemals die Wunde isoliert betrachten – an der Wunde hängt ein Mensch!

    Ich lass mich auch steinigen, aber das ist meine Überzeugung .

  38. 38
    J.Leyendecker 

    Ich habe die Erfahrung gemacht das, wenn man eine Wunde desinfizieren will das meiner Ansicht nach beste Mittel Kollodiales Silberwasswer ist . (Bitte nicht mit Silbersalzen zu verwechseln.) Das zeug auf ein Polsterchen sprühen und über die Wunde kleben. Denen die da Jodsalben draufschmieren kann ich nur die Leftüre „die Jodlüge“ von D.P.Braunschweig empfehlen.
    Wenn schon Zucker dann Bitte den Einfachzucker mit 5 Kohlenstoffatomen außen rum den den brauchen die Michondrien um das ATP molekül zur Energiegewinnung zusammenzuschrauben. (Ribose) denn das gibt denn Körperzellen richtig POWER.
    hier gibt ein Jodinfarktpatient mit 80 % Schwerbehinderung u.s.w.seine unkundige Meinung kund.

  39. 39
    sarah jane 

    Zucker hat eine infektion mit knochen und fleischfressenden bakterien geheilt da nichts anderes mehr half und die ärzte mir einen termin zur amputation geben wollten.. Weisser zucker aus den sticks die man für kaffee nimmt habe ich in die wunde nachgefüllt und 2mal am tag den verband mit den gasen gewechselt, zu hause ohne arzt. Die wunde war nach 3 wochen zu. Gottseidank hat mir jemand zu zucker geraten sonst hätte ich mein bein nicht mehr oder wäre sogar gestorben am infekt. Ich war damals 21 jahre heute bin ich 27 und mami seit bald einm jahr.. Nichts was die ärzte vorausgesagt haben ist eingetreten da ich nicht auf soe gehört und gekämpft habe.. Ich hoffe du wirst auch einmal ein solches wunder erleben und ich wünsche dir nicht, so wie ich, am eigenen leib denn durch die lange behandlung vorher und viele fehler ist mir unter anderem die haut am knochen fest gewachsen was nicht sehr angenehm ist.. Aber ich habe mein bein noch und kann wieder gehen. Das alles ist übrigens in der schweiz passiert. Wünsche alles gute und viel hoffnung und kraft und natürlich gute gesundheit!! Liebe grüsse

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    Chris 

    Hatte mit 10 Jahren meine 3. OP am Bein. Weder die Fäden noch Steri Strips habe ich vertragen. Beides wurde von meinem Körper abgestossen ergo konnte die ca 30 cm lange Öffnung nicht richtig zuheilen. Ich lag über 3 Wochen im Krankenhaus und nix passierte. Dann habe die Ärzte und Krankenschwestern normalen Zucker mit Betadine Creme vermischt und in die Wunde gestrichen. Nach 1 Woche war die Wunde zu!!

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    Medical 

    Pflasti es gibt einen Grund warum du „nur“ Krankenpflegerin bist und kein Arzt, dir fehlt einfach das nötige Fachwissen um die Methoden der Ärzte infrage zu stellen. Ein Arzt versteht ganz sicher mehr vom Wundmanagment als eine Pflegerin, einem Arzt sind auch die herkömmlichen Behandlungsmethoden bekannt und er ordnet nicht ohne Grund eine Behandlung mit Zucker oder Honig an. Für dich mag das vielleicht schrecklich klingen, einfach weil eine Pflegerin eine Salbe benutzt „die halt dafür gedacht ist“ aber sich nicht mit denn Reaktionen im Körper oder am Gewebe oder in der Zelle detailliert auskennt! Sicher kannst du uns auch nichts über die Keimbildung im Zucker bzw. die Schäden am Gewebe erzählen. Es mag vielleicht nicht schön aussehen mit einem Zuckerstreuer eine Wunde zu behandeln doch die unzähligen erfolgreichen Behandlungen sprechen für sich! Natürlich kann es auch mal passier das die Behandlung nicht so wirkt wie sie sollte was wiederum mehr Schmerzen bedeuten kann jedoch kann dir das mit jeder anderen Salbe auch passieren! Lieber eine natürliche Behandlung mit Zucker als mit chemisch hergestellten Salben. Pfleger ist nicht gleich Arzt und das nicht ohne Grund!

  42. 42
    Goerni 

    Hallo Medical, leider versteckst Du Dich hinter einer Hotmail-Adresse und Pseudonym. Somit ist es schwierig auf dieser Basis eine vernünftige Diskussion zu führen, da ich Deine Fachkenntnis nicht einschätzen kann. Ich stelle jedoch jetzt einfach mal die Behauptung auf, dass Du nicht so viel Erfahrung hast im Pflegebereich. 😉
    Liebe Grüße

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    Tanni 

    Meine Mutter ist 81 und war in der Kriegszeit ein kleines Mädchen,sie stürzte mit der Hand in eine Glasscherbe und bekam eine böse Entzündung mit wildem Fleisch,ihre Mama wendete ein altes Hausrezept an,nämlich groben Kristallzucker,und es hat funktioniert.Klar das sowas für Schwestern im Krankenhaus mit „MEHRARBEIT“ verbunden ist,aber moderne Hilfsmittel sind bei komplizierten Erkrankungen nicht immer ein Mittel der ersten Wahl.Und für den Beruf der Schwester sollte die Genesung des Patienten im Vordergrund stehen und nicht die damit verbundene „Mehrarbeit!!!“

  1. […] Haushaltszucker in der Wundbehandlung mit Ärzten und manchmal leider auch Kollegen, geführt habe (http://krankenschwester-blog.de/2008/07/zucker-und-modernes-wundmanageme…) Manchmal kam mir das Ganze als eine Art Machtspielchen zwischen Ärzten und Pflegepersonal vor, […]

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