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Online-Anbieter als Alternative für Pflegekräfte

Donnerstag, 1. September 2016 | Autor:

Selbständigkeit Pflegekräfte

Bildquelle: Pixabay Lizenz: Creative Commons CC0

Pflegekräfte sind eine der Berufsgruppen mit den höchsten Raten an Burnout und Depression in Deutschland. Gut ausgebildete Pflegefachkräfte wechseln Ihren Beruf im Schnitt nach nur 10 Jahren weil Sie sich entweder physisch oder emotional eine Entlastung wünschen. Mit den Herausforderungen, die auf das Gesundheitssystem in den nächsten Jahren zukommen, kann das nur noch schlimmer werden. Es werden dringend Alternativen benötigt, um die derzeitigen strukturellen Probleme aufzubrechen.

Mehr Flexibilität auf dem Pflegekräfte-Arbeitsmarkt

Seit ein paar Monaten werden Online Plattformen in der Altenpflege, welche Pflegekräften ergänzende oder alternative Arbeitsmöglichkeiten zum bisherigen System anbieten, immer populärer. Dabei werden Pflegekräfte direkt mit Familien, pflegenden Angehörigen und  Pflegebedürftigen verbunden, ohne ambulanten Pflegedienst oder ähnliche Einrichtung als Vermittler. Dieser Service kann die notwendige Behandlungspflege nicht ersetzen, aber ein sehr sinnvolles Ergänzungsangebot für pflegende Angehörige im Sinne von flexibler Entlastung und Vertretung darstellen. Da die Marge des ambulanten Pflegedienstes eingespart wird, kann die Pflegekraft hier auch deutlich mehr pro Stunde verdienen.

Neben den finanziellen Vorzügen liegt der wirkliche Gewinn allerdings in der Steigerung der Qualität der Arbeitsbedingungen. Häufig kehrt die selbe Pflegekraft immer wieder zum selben Pflegebedürftigen zurück. So entsteht ein wirkliches Vertrauensverhältnis und eine feste Verbindung. Häufig ist diese Art von Dienstleistung über eine Plattform nur als selbstständige Arbeit möglich. Das kann Vor- oder Nachteile haben, ist oft jedoch besser als im ersten Moment angenommen. Denn im Nebenverdienst kann man als Pflegekraft deutlich bessere Stundenlöhne erwirtschaften, während in diesem Fall auch der Großteil der Bürokratie wegfällt. Denn wer unter einem freiberuflichen Zusatzeinkommen von 17.500€ bleibt, kann als Kleinunternehmer den großen Aufwand der Umsatzsteuervoranmeldung komplett umgehen.

Hilfe zur Selbsthilfe

In diesem Rahmen fällt das Unternehmen Veyo Pflege positiv auf, da es die Problematik, Pflegekräfte aktiv zu unterstützen, sehr ernst nimmt. Von den Schritten in die Selbstständigkeit, von der Anmeldung beim Finanzamt bis hin zum eigenen Gewerbe. Egal jedoch, was man von der Selbstständigkeit als Pflegekraft hält: In jedem Fall ist es sehr erfreulich, dass die Pflegelandschaft endlich an dem Punkt angelangt ist, an welchem sich neue Möglichkeiten für Pflegekräfte eröffnen und sich Schritt für Schritt Alternativen zu den strukturellen Problemen bilden.

Essentiell für die Verbesserung von Pflegekräften ist neben dem besseren Lohn vor Allem auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Zu lange haben sich Angestellte in der Pflege allein mit dem Dank der Pflegebedürftigen zufrieden gegeben. Auch wenn diese nach wie vor das Wichtigste ist, zeigt die Überlastung der Pflegekräfte in Deutschland auch, dass angesichts des demographischen Wandels Alternativen benötigt werden. Umso mehr kann man das Vorstoßen von innovativen, jungen Unternehmen wie Veyo Pflege, die etwas in dieser Branche verändern wollen, begrüßen.

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Thema: Krankenpflege Allgemein

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2 Kommentare

  1. Hab mir gerade die Website von Veyo Pflege angesehen – wirklich super Konzept! Ich selbst bin leider nicht direkt im Pflegebereich tätig, werde aber an meinen Bekanntenkreis diese super Idee weitererzählen.

    Schöne Grüße aus Innsbruck,
    Dominik

  2. Sehr interessanter und lesenswerter Artikel, schön formuliert und informativ! Veyo Pflege sieht wirklich sehr interessant aus. Warten wir mal ab wie sich die Sache mit dem Gesundheitssystem noch entwickelt. Vielen dank für den tollen Artikel!

    Liebe Grüße

    Janina

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